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Mallorca 1 - Extratouren Wanderwege ins Hinterland Mallorcas erschließt ein Buch für Fahrradfahrer, das die LTU zusammen mit dem Düsseldorfer Zeitgeist Verlag herausgebracht hat. Die Autorinnen Helga und Ursula Stüwe schlagen keine Gewalttouren vor, sondern Tagesetappen, die auch für die Familie geeignet sind. Hinzu kommen zahlreiche Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten. Als Kostprobe servieren wir Ihnen die Beschreibung einer Extratour vom Ferienort Port de Pollença zum Cabo Formentor mit seinem Leuchtturm am nördlichsten Zipfel der Insel... Die kurvenreiche Etappe erfordert ein Fahrrad
mit Gangschaltung. Die Strecke verläuft in nördlicher Richtung
entlang der Bucht von Port de Pollença bis zu einer Marinefliegerbasis.
Leider ist die Straße grundsätzlich stark befahren auch zahlreiche Reisebusse laufen die berühmten Aussichtsterrassen gern an. Die Anstrengung lohnt sich aber. Nachdem die Fahrräder auf dem Parkplatz abgestellt und gesichert worden sind, geht es über ein paar Stufen zu einer Aussichtsplattform. Hier steht in Form einer spitzen Felsnadel ein Denkmal, das an den Ingenieur Parietti Coll erinnert, der die Straße zum Cabo Formentor angelegt hat. Weiter geht es über einen asphaltierten Pfad hinauf zum Aussichtspunkt. Hier fällt der Blick zunächst auf die schroff abfallende Steilküste mit dem Berg EI Pal (423 m) und der vorgelagerten Insel. Auf der anderen Seite öffnet sich die Bucht von EI Pal. Wieder zurück am Parkplatz, gelangen Sie über eine schmale, steile Straße hinauf zum Aussichtsturm Albacutx, einem Wachturm aus dem 16. Jahrhundert. Vom Aussichtspunkt geht es nun weiter zum Cabo Formentor. Die Straße windet sich bergab, und nach ca. 2 km erreichen Sie das Luxushotel Formentor, das an der weitgeschwungenen Cala Pi de la Posada inmitten von Pinien in traumhafter Lage 1923 erbaut wurde. In den 30er Jahren traf sich hier die High Society. Vorgelagert liegt die kleine Insel Isla de Formentor. An der Abzweigung zum Hotel Formentor halten
Sie sich links und folgen der Straße, die nun durch dichten Aleppokiefernwald
führt, in dem auch bis zu 2 m hohe Bergpalmen wachsen. Hinter den Cases Velles erstreckt sich ein weites Tal, doch schon bald steigt die Straße wieder an und erreicht einen Tunnel, der unter dem 334 m hohen Fumat hindurchführt. Tief unter Ihnen liegt jetzt die malerische Cala de Figuera, deren Wasser in den Farben Türkis bis Tintenblau schimmert. Das mit wenig Grün bestandene Cabo de Cataluna bildet einen schönen Kontrast dazu. Eine Kurve gibt den Blick frei auf den schneeweißen Leuchtturm am Cabo Formentor, der sich über einem mächtigen Felskegel erhebt. Ein paar steile Serpentinen führen hinauf zu einem Parkplatz vor dem Leuchtturmareal; leider ist der "Faro" selbst nicht zugänglich. Der Blick schweift nach Südosten zum Cap de Pinar mit dem 444 m hohen Atalaya de Alcúdia zwischen der Bahia de Pollença und der Bahia de Alcúdia; dahinter erhebt sich der Cabo Ferrutx. Ganz weit entfernt verschwimmt im Dunst der Cabo Freu. An einem klaren Tag kann man die Insel Menorca erkennen, die 25 Seemeilen östlich von Mallorca liegt. Die Fahrt zurück nach Port de Pollença gibt wieder neue Ausblicke auf die atemberaubende Steilküste frei. Für Bikertouren und Fahrradferien auf Mallorca empfehlen wir:
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